...oder auch: Hundekacke-Hindernislauf.
Gerade habe ich, durch hausarbeitsverursachten Bewegungsmangel und wünderschöne Herbstsonne motiviert, einen kleinen Spaziergang durch meinen neuen Kiez gemacht.
Direkt vor meiner Haustür (sofern man diese eingehängte Baustellentür als Haustür bezeichnen kann...) hängt erstmal ein Zettel an einem Baum "Nehmt Euch in acht vor dem asozialen Koksarschloch [Name] [Adresse]! Hütet Eure Geldbörse." Darüber freue ich mich. Hier lassen die Leute ihrem Ärger freien Lauf und schämen sich nicht, ihn an jedem Baum schriftlich auszuhängen. Also weiter Richtung Tempelhofer Flugfeld. Dort ist reger Betrieb. Die reichen Sportflieger dieser Stadt gönnen sich dem Luxus der Herbstsonne ein paar Meter näher zu sein als der gemeine Hartz IV Empfänger, der sich wiederum voller Neid am Maschendrahtzaun zum Flugfeld ein albernes Muster ins Gesicht drückt, während sein kleiner Hund im Leinenradius den Weg zuscheißt. Es riecht nach Kerosin und verdautem Hundefutter. Mein Kiezgeruch.
Weiter gehts am Flugfeld entlang, hoch bis zum Columbiadamm. Eigentlich wollte ich noch durch die Hasenheide, aber das schlechte Image von Drogendealern in rauhen Mengen hält mich davon ab. (ich hab mich noch nicht vollständig von allen Sat1 und Spiegel TV Reportagen befreit, aber ich arbeite dran). Ich gehe also die Schillerpromenade wieder herunter. Die Straße, die laut der damaligen Wohnungsanzeige, die mich auf diese Wohnung gebracht hat, zum abendlichen flanieren und ausspannen einlädt. Schön ist es hier in jedem Fall. Allerdings macht einem auch hier die Tretminendichte, das geradeaus schauen unmöglich. Schauen, wo man hintritt ist die Devise. Ich freue mich über einen neu entdeckten Edeka und über die beiden Szenekneipen "Bechereck" und "Bierbaum" (Frühstück 1€, Schnaps 70 Cent, was braucht der Mensch mehr für ein erfülltes Leben?). Über mir knattert zum greifen nah irgendeine nostalgische Doppeldeckermaschine Richtung Landebahn und übertönt nur kurz das Kreischen der Kinder auf dem Spielplatz.
Und schwupps bin ich schon wieder in der Leinestraße und werfe den Rechner wieder an um meine Hausarbeit zu schreiben. Wie man hier sieht, habe ich schon einiges geschafft...
Sonntag, 28. September 2008
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