Mittwoch, 30. Juli 2008

Berliner Sommerfreuden

Angesichts der 30 Grad auf dem Thermometer und der 30 Arbeitsstunden, die ich diese Woche abreiße, sowie der Spanischklausur die mich am Donnerstag erwartet, habe ich beschlossen, dass nächste Woche auch eine super Woche ist um sich mit den 3 Hausarbeiten zu beschäftigen, die mich diese Semesterferien fertig machen werden.
Stattdessen habe ich mich in meiner schmalen Freizeit neben der Wohnungssuche (ist auch in vollem Gange), dem Genuss des Berliner Sommers hingegeben.
Somit kann ich jetzt zwei Events raushauen, die andere Städte schwer neidisch machen werden.
Gerade komme ich beispielsweise aus dem Kreuzberger Freiluftkino. Natürlich ist es nicht bloß irgendeine Leinwand unter freiem Himmel. Es befindet sich vor dem Künstlerhaus Bethanien (schon an sich eine interessante Location) auf einer riesigen Wiese, man darf alles mit reinnehmen (Picknickkorb, Radler vom Kiosk etc), sieht alle Filme im Original mit Untertiteln und: man bekommt einen schicken Liegestuhl zum Filmschauen. Das heißt: reingehen, Liegestuhl nehmen, sich den besten Platz auf der Wiese suchen, den Liegestuhl im perfekten Blickwinkel auf die Leinwand einstellen und die meines Achtens sehr gute Filmauswahl genießen. Heute habe ich "Schwarze Schafe" gesehen. Ein Film über Berlin... natürlich. Ich finde es ist ein sehr wahrer, schöner, lustiger, krasser, vielseitiger Film. Kann ich nur jedem empfehlen. Ich glaube, der Film, kann einem viel über diese wunderbare Stadt erzählen... die Leute (die wohl auch überwiegend hier leben) haben alle applaudiert als der Berliner Alkoholiker das Münchener Schnöselpaar angebrüllt hat: "Das hier ist Berlin. Das ist Feindesland!" und sie anschließend vollgekotzt hat. Klingt krass. Ist es auch. Aber schaut ihn Euch an. Fantastischer Episodenfilm.

Highlight Nummer zwei haben wir am Sonntag begangen. Nach einem Tipp einer meiner "echten" Berliner Kolleginnen, bin ich Sonntag nachmittag zum Rechenzentrum gefahren. Das ist ein Club, etwas außerhalb Richtung Köpenick, der sich im ehemaligen Ostberliner Rechenzentrum befindet. Es ist aber eben nicht nur ein Club, sondern hierzu gehört auch eine, tja, wie soll man es nennen, "Strandanlange" direkt an einem Spreearm mit viel Sand, zwei Booten auf denen man abhängen kann, Liegestühlen, in alte LKW und Busse gebauten Bars und fetter elektronischer Musik von 10 Uhr am Sonntagmorgen (direkt als After Hour für die Party vom Vortag) bis 9 Uhr am Montagmorgen... Dazu ein ganz ordentliches DJ-Lineup zu denen man versuchen konnte seinen Sand-ist-heiß-Tanz als cooles Musik-ist-geil-Gezappel zu tarnen. Das Gelände wiederum befindet sich irgendwo mitten in einer riesengroßen, alten Industrieanlange irgendwo im nirgendwo (man steigt aus der Bahn, und irgendwo stehen zwei Türsteher vor einer Lücke in der Mauer, kurz hinter einer Tankstelle...) aber irgendwie auch mitten in der Stadt. Trotzdem, es war wie ein Tag Urlaub. Ich hab allerdings nicht so lange wie die vielen Druffies durchgehalten und mit völlig fertig von der Sonne und vom Nichtstun am Abend wieder nach Hause gefahren...

Achja, aber jetzt sollte ich erstmal schlafen, lernen, arbeiten, Wohnung finden... aber das Wochenende rückt näher, es soll warm bleiben und Berlin bietet so viele Möglichkeiten sich stilvoll und sommerlich abzulenken. Ich freu mich drauf.

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